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Fahrradfreundliche Stadt / Radverkehr
Vor dem Hintergrund der Umweltbelastungen durch Abgase, Lärm und des Flächenverbrauchs des motorisierten Individualverkehrs, kommt der Förderung des Radverkehrs als umweltfreundliche Verkehrsart eine besondere Bedeutung zu.
Von ihm gehen keine Lärm- und Schadstoffbelastungen aus. Die Flächeninan-spruchnahme ist gering und dennoch können verhältnismäßig große Distanzen zurückgelegt werden. Der Rat der Stadt Recklinghausen hat 1995 ein Radverkehrskonzept verabschiedet. Somit liegt eine umfassende und in sich geschlossene Konzeption auf gesamtstädtischer Ebene vor, die die Basis für konkrete Straßenumbaumaßnahmen darstellt.
In den letzten Jahren wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, das Radfahren in Recklinghausen attraktiver zu gestalten. Die Verkehrsinfrastruktur wurde durch neue Radverkehrsanlagen im Straßenraum erheblich verbessert. Auf zahlreichen Straßen wurde die Sicherheit der Radfahrer durch die Markierung von Radfahrstreifen, Schutzstreifen und Radfahrerfurten erhöht. Aber auch durch den Bau neuer Radwege wurde das Radverkehrsnetz in der Stadt erweitert.
Seit September 2003 ist Recklinghausen Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW). Die Arbeitsgemeinschaft verfolgt das Ziel, das Thema Fahrrad in allen Bereichen städtischen Lebens wie die Attraktivität einer Stadt, Verkehrsplanung und Mobilitätsplanung, Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und Umwelt stärker einzubringen. Hierbei spielt insbesondere die Nahmobilität, also die nichtmotorisierte, individuelle Mobilität im räumlichen Nahbereich, vorzugsweise mit dem Rad oder zu Fuß, eine große Rolle.
Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft gibt es unter www.fahrradfreundlich.nrw.de
Im März 2007 wurde die Fahrradstation am Hauptbahnhof eröffnet. Dabei handelt es sich um eine überdachte Anlage mit Fahrradbügeln für ca. 150 Fahrräder. Die Station wird von Mitarbeitern der Diakonie täglich von 6 bis 22 Uhr (sonntags 8 bis 22 Uhr) bewacht. Das Abstellen der Fahrräder ist kostenlos. Somit stehen im Bereich des Hauptbahnhofs mit den vorhandenen nicht überdachten Fahrradbügeln insgesamt ca. 350 Abstellmöglichkeiten zur Verfügung.
In der Innenstadt gibt es etwa 30 weitere Abstellanlagen; zusätzliche Anlagen werden im Zuge des Wallringumbaus eingerichtet.
Anfang des Jahres 2007 hat die Stadt ihren ersten Radstadtplan herausgegeben. Auf der Grundlage des Stadtplans ist das Radwegenetz des Stadtgebietes im Maßstab 1:15.000 dargestellt. Neben den vorhandenen und geplanten Radverkehrsanlagen ist die Verkehrsbelastung der Straßen, auf denen eine Radroute verläuft, farbig gekennzeichnet. Der Plan enthält weiterhin Symbole für Freizeiteinrichtungen, Sehenswürdigkeiten, kulturelle Einrichtungen, Gaststätten usw. und auch Fahrradabstellanlagen. Außerdem sind drei Radtouren unterschiedlicher Länge eingetragen, die durch das Stadtgebiet führen. Auf der Rückseite sind Informationen zur Stadt, zur Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln, zum ADFC und zur AGFS enthalten.
Der Radstadtplan wendet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich über das Radverkehrsangebot in Recklinghausen informieren wollen. Ortsfremden Besucherinnen und Besuchern, die mit dem Rad unterwegs sind, gibt er wichtige Hinweise und Tipps zur Erkundung der Stadt. Der Radstadtplan ist mit einer Auflage von 8.000 Stück erschienen und wird kostenlos abgegeben.
Er kann unterfolgendem Link eingesehen werden:
Radstadtplan Recklinghausen
Ihr/e Ansprechpartner/in für Radverkehr